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Der Klimawandel und seine Folgen für Thüringen

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Die Klimakrise ist auch in Thüringen längst Realität. Extremwetterereignisse nehmen zu, Hochwasser und Starkregen ebenso wie Dürren und Hitzewellen. Diese Krise ist das neue Normal und der Handlungsbedarf ist ebenso groß wie dringend und stetig. Das verdeutlicht der Blick auf die Zahlen:

Die zurückliegenden Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Monitoringberichts im Jahr 2017 haben gezeigt, dass der Klimawandel weiter an Fahrt aufgenommen hat. So erlebten die Thüringerinnen und Thüringer mit den Jahren 2018, 2019 und 2020 drei der vier wärmsten bisher im Freistaat gemessenen Jahre. Das Jahr 2018 war dabei mit einer Durchschnittstemperatur von 9,9 °C im Flächenmittel des Freistaats das wärmste seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Es brachte auch die bisher negativste klimatische Wasserbilanz.

Überdurchschnittlich viele Niedrigwassertage in den Flüssen Thüringens und sinkende Grundwasserstände waren die Folge. Die außerordentlich trockenen Jahre 2018 bis 2020 haben in den Thüringer Wäldern Schäden angericht. die bisher kaum vorstellbar waren, denn Schaderreger hatten wegen des massiven Trockenstresses der Bäume leichtes Spiel. Die Waldzustandserhebung 2020 offenbarte, dass 55 % aller Bäume deutliche Kronenverlichtungen aufweisen, der höchste Prozentsatz im gesamten Bundesgebiet. Ende des Jahres 2021 war die Schadholzmenge infolge dieser Entwicklung auf 3,5 Millionen Festmeter angewachsen. In der Landwirtschaft sind in diesen Trockenjahren die Weizen- und Maiserträge deutlich eingebrochen. Außerdem kam es im Jahr 2020 aufgrund von Spätfrost Anfang Mai zu massiven Ertragsverlusten im Obst- und Weinbau. In vielen Bereichen lassen sich die Konsequenzen der aktuellen Entwicklungen noch gar nicht vollständig erfassen und bewerten. So lässt sich zwar bereits beobachten, dass sich die Zusammensetzung von Artengemeinschaften verändert.

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