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Umweltminister Tilo Kummer informiert sich über den Baufortschritt Altlast: Vom kontaminierten Industrieareal zur naturnahen Grünfläche im Erfurter Norden


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten

Heute hat sich Umweltminister Tilo Kummer über die umfangreiche Sanierung der ehemaligen Farben- und Lackfabrik am Schmalwasserweg im Er-furter Norden informiert –

Altlastensanierung Schmalwasserweg, Erfurt

ein Projekt, das nicht nur eine Altlast beseitigt, sondern auch Platz für neue Grünflächen, naturnahe Gewässerlandschaften und Radwege schafft und so das Stadtklima sowie die Lebensqualität nachhaltig verbessert.

Die Freimachung des Baugeländes begann bereits 2024, nachdem letzte Untersuchungen gezeigt hatten, wie weit und wie tief die Belastungen des Bodens mit Mineralöl, Teer und Lösungsmitteln reichen. Seitdem wurden rund 17 000 Tonnen kontaminierten Boden vollständig ausgehoben, fachgerecht entsorgt und das Grundwasser baubegleitend gereinigt. Bis Mitte Mai sollen auch die verbliebenen Baugruben endgültig verfüllt sein.

„Altlasten sind nicht nur ein Risiko für die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung – sie verhindern auch weitere Stadtentwicklung. Mit der Sanierung erreichen wir gleich mehrere Ziele: Wir beseitigen eine Altlast, schaffen Raum für Natur und Grünflächen und stärken das Stadtklima – zum Vorteil der Menschen und der Umwelt“, erklärt Minister Tilo Kummer.

Die Stadt Erfurt setzt das Projekt um, unterstützt vom Land. Das Umweltministerium stellt hierfür knapp 2,5 Millionen Euro über die „Förderrichtlinie Altlasten“ bereit, sodass die Stadt nur einen Eigenanteil von fünf Prozent der Kosten trägt. Für die Landeshauptstadt hat das Projekt große Bedeutung. „Wir beseitigen hier eine Altlast, die über Jahrzehnte ein Risiko für Umwelt und Gewässer darstellte – und damit letztlich auch für die Menschen. Gleichzeitig eröffnen wir neue Perspektiven für eine Fläche in unmittelbarer Nähe zum Zoo“, erklärt Matthias Bärwolff, Beigeordneter für Bau, Verkehr und Umwelt.

Zukünftig soll entlang der „Schmalen Gera“ eine naturnahe Gewässerlandschaft mit geeigneten Bäumen und Sträuchern entstehen. Langfristig sind auch Radwege geplant, die die Stadtteile Roter Berg/Zoopark und Mittelhausen miteinander verbinden. Mit der Sanierung des ehemaligen, 17 000 Quadratmeter großen Fabrikgeländes entsteht ein neues, ökologisch wertvolles Stück Stadt, das Natur, Naherholung und städtische Lebensqualität nachhaltig verbessert.

 

 

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