Der Landkreis mit der Kreiswerke Schmalkalden‑Meiningen GmbH, dem Tochterunternehmen MBB und der Schmalkalden Stadtreinigung GmbH (SSR) setzt konsequent auf einen Umstieg von Diesel und Benzin auf E-Mobilität. Neben der stetig wachsenden E‑Bus‑Flotte bei MBB (bisher 5 Linienbusse) sind auch bei der SSR bereits 4 Abfallsammelfahrzeuge mit E‑Antrieb im Einsatz.
Dazu erklärt Energieminister Kummer: „Mit dem E‑Bus‑Einsatz im Nahverkehr sowie den E‑Antrieben in der Entsorgungs‑ und Abfallwirtschaft ist der Landkreis ein Vorreiter und Modellprojekt für ganz Thüringen. Die hier gesammelten Erfahrungen können für ähnliche Projekte in anderen Landkreisen hilfreich sein. Es ist gut für alle, wenn die E‑Bus‑Familie in Thüringen wächst: Sie laufen im besten Fall mit eigener erneuerbarer Energie und sind unabhängig von Benzin und Diesel. Dank der EU‑Fördermittel können wir Kommunen bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen unterstützen und die Mehrkosten für die Beschaffung der Elektrobusse abfedern.“
In ganz Thüringen werden im Jahr 2026 rund 45 Busse mit emissionsfreiem Antrieb – sowohl Elektro- als auch Wasserstoffbusse – im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein, die über die Richtlinien des Energieministeriums überwiegend mit EU Mitteln gefördert wurden. Neben Eisenach und Weimar sollen auch in Gera, Meiningen, Suhl, Leinefeld und Jena in den kommenden Jahren weitere Busse den Betrieb aufnehmen. Bereits heute fahren E‑Busse im Wartburgkreis, im Landkreis Nordhausen, in Heilbad Heiligenstadt, in Bad Langensalza, in Jena, in Gera sowie in Suhl/Zella‑Mehlis.
Hintergrund
Zur Förderung eines nachhaltigen, innovativen und zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehrs mit emissionsfreien Fahrzeugen (Elektro‑ und Wasserstoffbusse) hat das Energieministerium seit 2017 rund 50 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bewilligt. Gefördert werden neben dem Kauf der Fahrzeuge auch der Aufbau von Ladeinfrastruktur sowie der Umbau von Depots und Werkstätten. Der Fördersatz beträgt dabei aktuell bis zu 60 Prozent, bei einem Eigenanteil von 40 Prozent. Die aktuelle Förderperiode läuft noch bis 2030.
