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Ministerpräsident Voigt und Umweltminister Kummer vor Ort Ehemalige Deponie Gösen: 6,9 Millionen Euro für Ent-fernung und Entsorgung der Abfallablagerungen


Erstellt von Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten

In der ehemaligen Deponie Gösen hatten seit Beginn der 1990 er Jahre ver-schiedene Unternehmen auf ca. 6,5 Hektar Abfälle sortiert und verwertet.

2003 brach ein Feuer auf der Anlage aus, bei dem rund 18 000 Tonnen Abfall erfasst wurden – für die Schadensbeseitigung konnten die Betreiber nach Insolvenz nicht in Haftung genommen werden. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt und Umweltminister Tilo Kummer wurden heute von Landrat Johann Waschnewski vor Ort empfangen und über das Gelände geführt. Zuvor übergaben sie einen symbolischen Scheck in Höhe von 6,9 Millionen Euro an den Saale‑Holzland‑Kreis für die Entfernung und Entsorgung der Abfallablagerungen.

Dazu erklärte Johann Waschnewski, Landrat des Saale‑Holzland‑Kreises: „Wir freuen uns, dass uns die Landesregierung dabei unterstützt, diese Fläche zu beräumen. Der Landkreis ist nicht der Verursacher, aber wir kümmern uns darum, dass diese Aufgabe durchgeführt werden kann.“

Ministerpräsident Mario Voigt erklärt: „Wir stellen die notwendigen Mittel bereit, um Boden und Grundwasser wirksam vor Schadstoffen zu schützen. Hier in Gösen entsteht aus einem Ort der Belastung ein Ort neuer Perspektiven. Wir lassen Altlasten nicht liegen, sondern packen sie an. Mit dem Abschluss der Arbeiten eröffnen wir die Chance auf eine nachhaltige und umweltgerechte Nachnutzung der Fläche – und schützen zugleich unser Grünes Herz als Heimat und Lebensgrundlage kommender Generationen.“

Umweltminister Tilo Kummer ergänzt: „Viele werden sich noch gut an den verheerenden Brand erinnern, auch wenn er schon mehr als zwanzig Jahre her ist. Um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, wurden vergleichbare Anlagen überprüft und Verfahrensweisen für eine verbesserte Anlagenkontrolle entwickelt. Gleichzeitig müssen Betreiber insolvenzsichere Sicherheiten hinterlegen.“

Der Saale‑Holzland‑Kreis hat nach Zuweisung der Mittel mit den Vorbereitungen der Maßnahmen begonnen. Die Vergabe soll im Juni durch den Kreistag des Saale‑Holzland‑Kreises erfolgen. 

 

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