Gleichzeitig wurden 26 Betriebe mit der Urkunde des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen (NAT) ausgezeichnet, die meisten davon zum wiederholten Male. Insgesamt nehmen schon fast 120 Schonsteinfeger-Betriebe am NAT teil. Neben Sven Schubert aus Schmölln sind Josephine Villmann und Dr. Julian Schwark (beide Gotha) unter den NAT-Neulingen.
Zur Bedeutung der Innung erklärt Umweltstaatssekretärin Karin Arndt: „Die Innung und einzelne Betriebe sind für das Energieministerium unverzichtbare Partner im Prozess der Wärmeplanung. Nicht nur, weil sie längst dafür sorgen, dass unsere Häuser sicher, energieeffizient und möglichst sauber beheizt werden. Sie beraten zu Themen wie Energieeinsparung und Umweltschutz, sie helfen bei der Auswahl und dem Einbau neuer, nachhaltiger Heizsysteme – seien es Pelletheizungen, Wärmepumpen oder Solarthermie-Anlagen. Mit ihrem Fachwissen und den Daten, die sie durch ihre tägliche Arbeit sammeln, liefern Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger eine enorm wertvolle Grundlage für die Erstellung von Kommunalen Wärmeplänen.“
Schornsteinbetriebe wissen, welche Heizsysteme in welchen Häusern und Wohnungen im Einsatz sind, wie diese Systeme gewartet und optimiert werden können und wo es Einsparpotenziale gibt. Die Entscheidungen, wie in Thüringen zukünftig Städte, Dörfer und Quartiere mit Wärme versorgt werden, werden vor Ort getroffen – in den Kommunen, in den Quartieren und in den einzelnen Gebäuden.
Marco Beierlein ergänzt: „Der Wandel in der Heiztechnik ist in vollem Gange. In Zeiten steigender Energiepreise und ambitionierter Klimaziele rückt das Heizen mit Holz und Biomasse verstärkt in den Fokus. Holz und Biomasse gelten als erneuerbare Energieträger und sollen insbesondere dort, wo keine Alternativen wie eine Wärmepumpe infrage kommen, zur Energiewende beitragen. Der Gesetzgeber sieht Biomasseheizungen als eine mögliche Ergänzung in Hybridheizungen oder als Alternative in Bestandsgebäuden vor. Doch mit der steigenden Nutzung gehen auch technische und regulatorische Anforderungen einher, die unser Handwerk direkt betreffen.“
Hintergrund:
Schornsteinfeger/innen-Innung: Dazu gehören in Thüringen aktuell 184 Schornsteinfeger-Betriebe. Das Thüringer Schornsteinfegerhandwerk beschäftigt rund 450 Personen.
NAT: Seit März 2004 besteht das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) als freiwillige Vereinbarung zwischen Thüringer Landesregierung und Thüringer Wirtschaft. Inzwischen hat sich das NAT mit aktuell mehr als 750 Teilnehmenden als das größte Netzwerk des Freistaates etabliert, welches auf Freiwilligkeit beruht und von der Wirtschaft selbst organisiert wird. Das NAT führt Akteurinnen und Akteure zu Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens zusammen. Voraussetzung für die Teilnahme am NAT sind besondere und freiwillig Anstrengungen bei Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz
