Gips und Gipsabfälle

Gips ist ein Rohstoff, der in Thüringen natürlich vorkommt und in den Abbaugebieten im Südharz gewonnen wird. Weitere natürliche Vorkommen liegen in Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Gips wird in großer Menge in der Bauindustrie zur Herstellung von Bauprodukten (Gipskartonplatten, Fermacell-Platten, Leichtbetonsteine, Putze, Estriche und vieles mehr) eingesetzt.
Gips ist nach seiner Verwendung als Baustoff sehr gut recyclingfähig und kann nahezu unbegrenzt wieder zu neuen Gipsprodukten aufbereitet werden. Beim Gebäudeabbruch anfallende Gipsabfälle sollen deshalb getrennt erfasst und recycelt werden, wodurch ein Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Schonung von Deponieraum geleistet werden kann. Wegen ihres hohen Gipsgehaltes sind insbesondere Gipskartonplatten für die Rückgewinnung von Gips interessant.
Damit der Gips aus den Gipskartonplatten möglichst umfänglich zurückgewonnen werden kann, sind diese getrennt zu sammeln und den in Deutschland verfügbaren Recyclinganlagen für Gipskartonplatten zu übergeben. Fallen die Gipskartonplatten bei Heimwerkerarbeiten im eigenen Haushalt an, sind sie dem jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt zu überlassen. Diese haben als sogenannte öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger die Aufgabe, die in Haushalten anfallenden Abfälle einzusammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen. Sie kümmern sich auch darum, dass die Gipskartonplatten in das Recycling gelangen.
Bauunternehmen und Handwerksbetriebe, bei deren Tätigkeit Gipskartonplatten anfallen, können diese direkt an den Recyclinganlagen anliefern.
Die wesentlichen Informationen für das Recycling von Gipskartonplatten sind im Informationsblatt getrennte Erfassung und Entsorgung von Gipskartonplatten aus dem Gebäudeabbruch zusammengefasst.
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