Haus- und Sperrmüll

In privaten Haushalten in Thüringen fallen jährlich ca. 300 Tausend Tonnen Hausmüll (entspricht ca. 150 Kilogramm pro Einwohner) an. Damit bildet Hausmüll neben Sperrmüll (ca. 80 Tausend Tonnen bzw. 40 Kilogramm pro Einwohner) den größten Teil der sogenannten Restabfälle. Die in Haushalten (und vergleichbaren Einrichtungen wie Schulen, Arztpraxen, Verwaltungsgebäuden etc.) anfallenden Restabfälle bilden eine Teilmenge der sogenannten Siedlungsabfälle. Eine weitere Teilmenge der Siedlungsabfälle stellen die Wertstoffe (z.B. Bioabfälle, Glas, Papier) dar.
Siedlungsabfälle werden durch die „öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger“ – in Thüringen sind das die Landkreise und kreisfreien Städten (Kommunen) - eingesammelt und entsorgt. Bei Fragen zur Abfuhr des Hausmülls oder zur Sperrmüllabholung ist daher die jeweilige Kommune der erste Ansprechpartner.
Restabfälle sind getrennt von den ebenfalls in Haushalten anfallenden Wertstoffen (Papier/Pappe/Karton, Glas, Verpackungen, Bioabfälle) zu halten. Dafür stehen Wertstofftonnen und -container bereit. Um die in den Wertstoffen enthaltenen Ressourcen möglichst gut wieder nutzen zu können ist es wichtig, dass die Getrenntsammlung immer besser funktioniert. Seit Jahren ist in Thüringen die Menge der getrennt gesammelten Wertstoffe höher als die Menge der überwiegend nicht (stofflich) verwertbaren Restabfälle.
Ebenfalls getrennt zu sammeln sind die Sonderabfallkleinmengen (z.B. flüssige Lacke, Klebemittel, Lösemittel, Öle, Reinigungsmittel, Bleiakkus), um sie in geeigneten Anlagen zu entsorgen. Dafür gibt es in den Kommunen feste und/oder mobile Sammelstellen.
Nicht verwertbare Siedlungsabfälle sind zu beseitigen. Dazu werden sie behandelt, was in der Regel in Hausmüllverbrennungsanlagen geschieht. Die dabei entstehende Energie wird genutzt und trägt dazu bei, fossile Brennstoffe einzusparen und Emissionen von klimawirksamem Kohlendioxid zu begrenzen. Die Verbrennungsrückstände werden auf Deponien abgelagert. Bereits seit 2005 ist es bundesweit untersagt, unbehandelte Siedlungsabfälle abzulagern.
Aufkommen und Entsorgungswege der Siedlungsabfälle werden durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz jährlich in der Abfallbilanz (Teil I Bilanz der kommunalen Abfälle) erfasst. Die für die Behandlung und Ablagerung der in Thüringen anfallenden Siedlungsabfälle verfügbaren Abfallbehandlungsanlagen und Deponien sind im Landesabfallwirtschaftsplan dargestellt.
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