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Unesco-Biosphärenreservat Thüringer Wald

Gründungsjahr: 1979

Größe: 33.654 ha

Landkreise: Ilm-Kreis, Hildburghausen, Suhl, Schmalkalden-Meiningen

Zonierung: Kernzone: 3,1 %, Pflegezone: 23,56 %, Entwicklungszone: 73,34 %

Lebensräume: Bergwald, Bergwiesen, Bergbäche, Moore

 



Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Weite Bergmischwälder, umgeben die drei höchsten Gipfeln Thüringens – den Großen Beerberg (982,9 m), den Schneekopf (978 m) und den Großen Finsterberg (944,1 m). Dazu blütenreiche Bergwiesen, klare Bergbäche und kleine Moore, die die 337 Quadratkilometer große Natur- und Kulturregion prägen. Seit über 40 Jahren steht die Region zwischen Suhl, Oberhof, Masserberg und Schleusingen für nachhaltige Entwicklung und den Einklang von Mensch und Natur. Gemeinsam mit den Akteuren der Region werden nachhaltige Zukunftsmodelle entwickelt und erprobt. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Forschung und Monitoring, nachhaltiger Naturschutz und nachhaltige Regionalentwicklung gehören zu den Schwerpunkten.

 

Ältestes Waldbiosphärenreservat Deutschlands – Fakten auf einen Blick

1979 wurde das Gebiet erstmals durch die UNESCO anerkannt und ist somit eines der beiden ältesten Biosphärenreservate in Deutschland.

Das Biosphärenreservat zeichnet sich durch einen hohen Waldanteil von rund 84 % aus. Tief eingeschnittene Täler, wie z.B. das Vessertal, das Schortetal, der Bibergrund und das Ilmtal, geben der Landschaft ihr charakteristisches Gepräge.

Das Biosphärenreservat ist ein Hotspot der biologischen Vielfalt. Zahlreiche Flächen gehören zum europäischen Schutzgebietssystem NATURA 2000. Rund 55% des Biosphärenreservats sind zugleich bedeutende Vogelschutzgebiete und rund 23% der Fläche FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat). Aufgrund der landschaftlichen Schönheit hat der Tourismus in den Städten und Gemeinden des Biosphärenreservats eine lange Tradition. Der Rennsteig führt auf ca. 30 km durch das Gebiet.

 

Neues Rahmenkonzept erarbeitet

Das neue Rahmenkonzept für das „UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald (2021-2030)“ wurde in einem umfangreichen zweijährigen Beteiligungsprozess aus der Region, mit der Region und für die Region erarbeitet. Mit Leitbildern und Zielen in 10 Handlungsfeldern sowie 71 Projekten bildet das Rahmenkonzept mehr als einen Rahmen ab. Es ist eine Strategie für eine nachhaltige Entwicklung in den nächsten 10 Jahren.

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