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Naturpark Südharz

Gründungsjahr: 2010

Größe: 26.700 ha

Landkreis: Nordhausen

Schutzgebietskategorien:

  • 12 Naturschutzgebiete mit 2.065,6 ha
  • 2 Landschaftsschutzgebiete mit 15.831,0 ha (inkl. 2 EU-Vogelschutzgebiete mit 5281,0 ha)
  • 1 Naturwaldparzelle mit 114,0 ha (gemäß Erlass der Obersten Forstbehörde)
  • 1 Totalreservat (innerhalb NSG Gräfenthal) mit 8,0 ha
  • Nationales Naturmonument „Grünes Band Thüringen“

Lebensräume: Felsbildungen und Klippen, Buchenwälder, Feuchtwiesen, Berwiesen, Flussauen



Wo der Harz am südlichsten ist: der Thüringer Naturpark Südharz!

Einzigartige Kombination am Gebirgsrand: Der Naturpark für Harz- und Gipskarst-Entdecker!

Der mit Wirkung vom 31.12.2010 ausgewiesene Naturpark „Südharz“ erstreckt sich über 26.700 ha und liegt nahezu vollständig in zwei „Hotspots der biologischen Vielfalt Deutschlands“. Der nördlichste, im Dreiländereck zu Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gelegene thüringische Anteil des Mittelgebirges umfasst den zertalten Südabfall des Unterharzes. Hier dominieren großflächige, naturnahe Hainsimsen-Buchenwälder, die von tief eingekerbten Tälern mit naturnahen Fließgewässern durchzogen werden. Waldmeister-Buchenwälder, Schlucht- und Hangmischwälder, Eichenmischwälder sowie artenreiche Bergwiesen ergänzen das Lebensraumspektrum. Aus faunistischer Sicht ist die mit hoher Siedlungsdichte vorkommende Wildkatze (Felis silvestris) und die Anzahl der Brutreviere des Schwarzstorches (Ciconia nigra) bemerkenswert. In den Bachtälern existieren z.T. individuenreiche Bestände des Feuersalamanders (Salamandra salamandra).

Weiter südlich am Gebirgsrand schließt sich ein schmaler Zechsteingürtel an. Dieser umfasst den gesamten Formenschatz einer Gipskarstlandschaft mit Gipskuppen, Steilhängen, Felsabstürzen, Höhlen, Erdfällen, Dolinen, Auslaugungssenken, Trockentälern, Quellen und Schwinden. Es handelt sich um das größte und bedeutendste Gipskarstgebiet Mitteleuropas. Der überwiegend landwirtschaftlich genutzte Naturraum besitzt durch seine Gipsstandorte ein sehr hohes Biotoppotenzial. Auf engstem Raum wechseln sich Ackerfluren mit alten Lesesteinwellen, Hohlwege, Streuobstwiesen, Grünlandflächen, Halbtrockenrasen, Zwergstrauchheiden, wärmeliebende Staudenfluren, Trockengebüsche und Trockenwälder ab. Im Gebiet kommen arktisch-alpin verbreitete Relikte wie die Alpen-Gänsekresse (Arabis alpina), oder das endemische Schmalblättrige Brillenschötchen (Biscutella laevigata ssp. Tenuifolia) vor. Für höhlen- und spaltenbewohnende Tierarten wie Fledermäuse bietet das Gebiet ideale Lebensräume.

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